
Wir verbrachten drei Sommertage an der Unteren Havel in Brandenburg, um das Flussrenaturierungsprojekt des NABU zu dokumentieren. Seit Jahren setzt sich der NABU dafür ein, dem Fluss seinen natürlichen Rhythmus zurückzugeben – indem alte Flussarme wieder angeschlossen, künstliche Uferbefestigungen entfernt und die Auenlandschaften wiederbelebt werden. Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell die Natur reagiert, wenn man ihr Raum gibt. Das Gebiet blüht wieder auf und bietet Lebensraum für Seeadler, Fischotter und seltene Wasserpflanzen.
Um die gesamte Geschichte einzufangen, näherten wir uns dem Projekt aus drei verschiedenen Perspektiven. Der erste Tag galt ganz der Tier- und Landschaftsfotografie: Wir standen im Morgengrauen auf, um das Licht über den renaturierten Feuchtgebieten und naturbelassenen Ufern einzufangen und die heimische Tierwelt zu entdecken. Am zweiten Tag standen die Menschen vor Ort im Mittelpunkt. Wir trafen uns mit regionalen Anbietern von Ökotourismus-Angeboten, um zu dokumentieren, wie sich nachhaltiges Reisen und Naturschutz gegenseitig unterstützen können. Am letzten Tag stiegen wir in ein Kanu, um direkt vom Wasser aus zu fotografieren. Das lautlose Gleiten durch die verwinkelten Nebenarme bot die Gelegenheit, sowohl die Natur der Havel zu dokumentieren als auch einige Aufnahmen für die Social-Media-Kanäle des NABU zu machen.
Was wir aus diesen drei Tagen mitgenommen haben: Bei der Renaturierung geht es nicht nur darum, die Natur isoliert zu schützen. Es geht darum, eine Landschaft zu schaffen, in der Tierwelt und lokale Gemeinschaften wirklich Seite an Seite gedeihen können. Wenn sich die Gelegenheit bietet, besucht Pritzerbe und macht eine „Havel-Safari“.
























